| 1967-1976 |
Die
ersten 10 Jahre |
| 1966 |
Der
Wiener Trompeter John Evers kehrt noch langjährigem Auslandsaufenthalt
in seine Heimatstadt zurück und gründet im März 1966 die BLUE NOTE
- SEVEN in der Besetzung: John Evers (tp), Hans Oslansky (tb), Emmerich
Kutrovatz (cl), Jürgen Pingitzer (p), Heinz Leonardsberger (g), Heinz
Feix (b) und Erich Metzger (dm). Am Abend der Promotion von Jürgen
Pingitzer zum Dr. jur. tritt die BN7 zum ersten Mal öffentlich auf. |
| 1967 |
Um
sich ein breites Repertoire zu erarbeiten, wird jede Woche geprobt. |
| 1968 |
Die erste Reise führt in den Wilden Westen, nämlich nach Innsbruck,
wo die BLUE NOTE SEVEN im Rahmen eines internationalen Jazzmeetings
auftritt. Beim 7 Österr. Amateurjazzfestival stellt sich die Band
im Wiener Konzerthaus vor. |
| 1969 |
Vom
Auftritt der BLUE NOTE SEVEN beim 8. Amateurjazzfestival existiert
ein TV-Mitschnitt, der leider in den Archiven des ORF verschwunden
ist. Erhalten geblieben ist eine Rundfunksendung mit dem Ttel ',Talente
und Tendenzen". |
| 1970 |
Heinz Feix verläßt die Band und wird durch Roland Neuwirth ersetzt,
der viele Jahre später den Kontrabaß mit der Kontragitarre vertauschen
und mit seinen "Extrem-Schrammeln" zum originellsten Erneuerer des
Wienerliedes werden wird. |
| 1971 |
Erich Metzger steigt aus. Für ihn setzt sich Heinz Tschabuschnigg
ans Schlagzeug. Die BLUE NOTE SEVEN spielt in Clubs und bei privaten
Anlässen. |
| 1972 |
Heinz Feix (b) kehrt reumütig zurück, wodurch Roland Neuwirth nichts
anderes übrig bleibt, als selbständig und berühmt zu werden (Siehe
1970). |
| 1973 |
Die BLUE NOTESEVEN versucht sich im Swing-Stil. Aus diesem Anlaß besorgen
sich Emmerich Kutrovatz ein Tenorsax und John Evers eine Ventilpasaune. |
| 1974 |
Zurück zum guten alten Dixieland; Tenorsaxophon und Ventilposaune
landen beim Pfandleiher, Hans Oslansky und Heinz Leonardsberger machen
Gereon Wolter (tb) und Klaus Radinger (g) Platz. Erich Metzger (dm)
kommt wieder zurück. |
| 1975 |
Die erste Begegnung mit Jazzgrößen, der noch viele weitere folgen
sollen, findet statt: Jimmy McPartland, Wild BilI Davison und Dick
Cary geben' sich die Ehre, mit den Musikern der BLUE NOTE SEVEN zusammenzuspielen. |
| 1976 |
Erich Metzger hat endgültig genug und überläßt den Schlagzeugstuhl
Leslaw "Leschek"" Tenczar der von da an der Band einheizt. |
| 1977-1986 |
Die
mittlere Schaffensperiode |
| 1977 |
Der ORF dreht ein TV-Special über die BLUE NOTE SEVEN. Die 1.Langspielplatte
wird von Columbia unter dem TteI "Dixieland an der Donau" veröffentlicht. |
| 1978 |
Die erste AusIandsreise! Die BLUE NOTE SEVEN wird vom Publikum des
größten europäischen Dixielandfestivals in Dresden heftig gefeiert.
Im gleichen Jahr unternimmt die Band eine BRD-Taurnee. In Wien gibt
es Auftritte im legendären "Fatty's Saloon" und eine TV-Sendung
mit Orgel-Weltmeister Jimmy Smith. |
| 1979 |
Von nun an gastiert die Band fast jedes Jahr im Ausland. Es gibt die
erste von insgesamt 4 Einladungen nach s'Hertogenbosch, dann geht's
nach Warschau. |
| 1980 |
Zum
10-jährigen Jubiläum des Dresdner Festivals werden jene Bands eingeladen,
die am besten gefallen haben. Die BN7 ist unter den Auserwählten!
In Mailand und Lugano begleitet die Band Altmeister Benny Waters.
In Wien nimmt sie mit Günther Frank ihre zweite Langspielplatte "Mei'
Muatterl war aus New Orleans" auf und veranstaltet ein Konzert zum
80. Geburtstag von Louis Armstrong. |
| 1981 |
Als erste Wiener Jazzband wird die BN7 zu einem Festival ins Mutterland
des Jazz eingeIaden! Beim größten Dixielandfestival der Welt in Sacramento/Kalifornien
spielen 86 8ands, VOn denen 6 aus Europa anreisen. Die BN7 absoIviert
14 Auftritte in 3 Tagen und hat Gelegenheit, mit vielen US-Stars zusammenzuspielen.
Gerean Wolter wird in eine von Eddie Miller geleitete AII-Star-Band
gewählt. |
| 1982 |
Eine Holland-Reise führt nach Tilburg, Breda und Eindhoven. Höhepunkt
des Jahres ist die Einladung nach Edinburgh. Diesmal ist es Gitarrist
Klaus Radinger, der in einer All-Star-Band an der Seite des US-Bassisten
Jack Lesberg und des englischen Pianisten Brian Lemon sein berüchtigtes
Harmonienheft aufschlägt. |
| 1983 |
Teilnahme am internationalen Jazzmeeting Biel. Dann einwöchige DDR-Tournee,
wo inzwischen zwei LPs mit der BN7 erschienen sind. Außerdem ist die
Band im DDR-TV unter dem Titel "Ein Abend mit der Blue Note Seven"
zu sehen. |
| 1984 |
Die dritte LP mit dem Titel "It's A Long Way" wird produziert.
WochenendgastspieIe in 8aseI, Luzern sowie in und um Frankfurt sind
schon Routine. |
| 1985 |
Zwei ausverkaufte Galakonzerte in Wien zum 85. Geburtstag Louis Armstrongs
sind Anlass für eine weitere LP unter dem Titel "Salute To Satchmo'". |
| 1986 |
Wiedersehens-Sessions mit Kenny Ball beim Hessenfestival in Idstein,
mit Yank Lawson in Luzern, mit Barrett Deems beim Jazzbandball in
Heidelberg. |
| 1987-1996 |
Noch
kein Ende abzusehen |
| 1987 |
Ihre zweite DDR-Tournee führt die BLUE NOTE SEVEN nach Berlin, Neu
Brandenburg, Jena, HaIle, Magdeburg, Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt. |
| 1988 |
EinIadung nach Ascona und Auftritt bei der "Festa New OrIeans"
am Lago Maggiore. Dort spielt die Band mit Bruno Longhi, anschließend
in Wien mit dem Posaunisten George Masso und dem Trompeter Oscar Klein. |
| 1989 |
Einem Gastspiel beim internationalen Jazzfest Prag schIießt sich ein
düsteres KapiteI Bandgeschichte an: John Evers betätigt sich als Vokalist
im Armstrong-ldiom und schreibt außerdem das Buch "'Glück in Scheiben",
das bei Langen-Müller verlegt wird. |
| 1990 |
Zum 20. JubiläumsfestivaI ist die BLUE NOTE SEVEN erneut nach Dresden
eingeladen Darauf foIgt ein Wochenende beim JazzfestivaI im Schweizer
Sargans. Die Platte "Swingin. Dixieland From Vienna" wird
als LP und als CD veröffentlicht. |
| 1991 |
Bei der zweiten großen Umbesetzung kommen der 18jährige Thomas Schwetz
aIs Klarinettist und der versierte Bassist Peter Rath in die Band.
Die Stelle des Gitarristen wird nicht nachbesetzt, weshalb die Band
von da an BLUE NOTE SIX heißt. Die erste Auslandsreise unter neuem
Namen führt ins ungarische Salgotarjan. |
| 1992 |
Als BLUE NOTE SIX wird der Band zum zweiten Mal die Ehre zuteil" in
Sacramento auftreten zu können John Evers wird Ehrenbürger von New
OrIeans, |
| 1993 |
Die dritte USA-Reise führt zum Neujahrsfestival nach Indian WeIls
und PaIm Springs, Die CD "'From Vienna With Swing"" wird aufgenommen. |
| 1994 |
Auftritt beim "'Elbe Day" im sächsischen Torgau. Dann steht erneut
Sargans auf dem Spielplan. Im Herbst folgt eine Deutschland-Tournee
mit den Stationen Stuttgart" Darmstadt, Reutlingen, Nürnberg und Rosenheim.
Von John Evers erscheint das Buch "Die 125 besten Jazzwitze". |
| 1995 |
In den USA erscheint eine CD der BLUE NOTE SIX auf dem renommierten
Jazzology-Label und John Evers bringt nach den 125 Jazzwitzen "Die
125 besten Jazzanekdoten"" heraus, Christian Plattner, ein Musiker
mit internationaIem Format, ersetzt Thomas Schwetz.
Am 4, Juli 1995 tritt die BLUE NOTE SIX im Rahmen des Wiener Jazzfestes
im Großen Konzerthaussaal auf und begIeitet anläßIich eines GaIakonzertes
zu Louis Armstrongs 95. Geburtstag die letzten "Überlebenden" der
Armstrong-AII-Stars" nämIich den Bassisten Arvell Shaw den Klarinettisten
Joe Muranyi sowie den Pianisten Marty Napoleon und den Trompeter WaIlace
Davenport. |
| 1996
- 2002 |
Neuerliche Einladungen nach Edinburgh, Dresden, Biel und Sargans sowie
Gastspiele in Deutschland bringen weitere internationale Anerkennung.
Ein Höhepunkt ist ein gemeinsames Konzert mit Lionel Hampton 1988
im Wiener Konzerthaus. Im Mai 1999 erscheint im US-Magazin "Mississippi
Rag" eine hymnische Kritik über die CD "From Vienna With Swing"
Seit 1999 moderiert John Evers eine Ständige, Im Juli 2000 veranstaltete
die Band ein Geburtstagsfest zu Ehren von 100 Jahren Louis Armstrong,
bei dem die Trompeterin Kiki Desplat (Frankreich) sowie die US-Stars
Ed Polcer und James Andrews mitwirkten. Die CD "Stage and Studio"
erscheint - auch in den USA, womit die BLUE NOTE SIX die einzige österreichische
Jazzband im traditionellen StiI ist, die mit gleich 2 Veröffentlichungen
im Mutterland des Jazz aufwarten kann. |
|
2002 |
Die Band gibt mehrere Konzerte im Rahmen der Wiener Festwochen und
spielt die CD "At The Jazzbandball" ein. |